![]() |
|
|
Prof. Dr. Fee-Alexandra Haase: Kritik Helmut Pleßners Schrift Grenzen der Gemeinschaft aus dem Jahre 1924 ist eine Kritik des sozialen Radikalismus, deren Abschnitte wie Allegorien konzipiert sind: (1) Probleme und Methoden der Kritik: Gemeinschaftsmoral In der Einleitung zu den Problemen und Methoden der Kritik bemerkt Pleßner: "Für den Radikalen gibt es nur ein Gesetz: "Gründlichkeit". (836) Zur Veranschaulichung des Begriffes Kritik des sozialen Radikalismus bemerkt Pleßner: "Man kann das Problem einer Kritik des sozialen Radikalismus [...] auf die Formel bringen: "Läßt sich in einem idealen Zusammenleben der Menschen die Gewalt ausschalten." (837) Die Einleitung zu Arthur Lieberts Schrift Zur Kritik der Gegenwart aus dem Jahre 1928 verwendet den Begriff Krise in einer Klage über die gegenwärtige Zeit: "Daß wir in einer Zeit schwerer Krisen leben, die in ihrer Gewalt sich bis in die tiefsten Schichten und Bedingungen unseres Wesens erstrecken, weiß nachgerade jedes Kind." (838) Im Jahre 1937 beinhaltet Georg Katkovs Werk Werttheorie und Theodizee sprachkritische, erkenntnistheoretische und werttheoretische Vorbemerkungen und eine Kritik des Summierungsprinzips der Güter. (839) Katkov schreibt über die Begriffe Urteil und Aussage: "Wenn einer eine Ausage hört und sie versteht, so muß er dasjenige Urteil fällen, das der Aussagende in ihm wachrufen will, vorstellen. Das Fällen dieses Urteils kann ausbleiben. Auch muß er glauben, daß dieses Urteil von demjenigen, der die Aussage ausgesprochen hat, vorgestellt wurde." (840) Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Kritik an der Gesellschaft von Soziologen auf die Bundesrepublik Deutschland bezogen. Im Jahre 1967 enthält Karl Jaspers Schrift Antwort mit dem Untertitel Zur Kritik meiner Schrift "Wohin treibt die Bundesrepublik" Grundfragen zur Weltlage und der Bundesrepublik und Einzelfragen zur Bundesrepublik Deutschland. Jaspers bemerkt in seiner Antwort auf die Kritiken, die sich über den Begriff der Freiheit der Bundesrepublik in seinem Buch beklagten, folgendes: "Kritiker sagen, die tatsächliche Freiheit in der Bundesrepublik komme durch mein Buch zu wenig zur Geltung. Antwort: Der Sinn dieses Buches besteht ja nur unter Voraussetzung der noch wirklichen Freiheit, von deren langsamen Verlust es warnt. (841) Manfred Riedel spricht in der Schrift Norm und Werturteil mit dem Untertitel Grundprobleme der Ethik im Jahre 1979 in der Einleitung von Unterscheidungskriterien, die "nicht Wörter, die wir üblicherweise gebrauchen, sondern dasjenige, worüber wir sprechen" sind. Riedel verwendet die Begriffe Tadel und Lob. (842) Über den Begriff Kriterium für die Beurteilung bemerkt Riedel: "Es ist das Kriterium oder der Maßstab der Beurteilung, die sich ins Praktische verschiebt, wenn der Norm eine ausschließlich imperative Funktion unterstellt wird." (843)
Vgl. für die einzelnen Abschnitte: Katkov: Werttheorie. 1937. S. 3-42. S. 43-72. S. 73-106. S. 107-126.
|
||||
|