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Prof. Dr. Fee-Alexandra Haase: Kritik Ewald Dührings Werk Kritische Geschichte der Philosophie von ihren Anfängen bis zur Gegenwart wird in dritter Auflage im Jahre 1878 gedruckt. Dühring behandelt nach einer weltgeschichtlichen Einleitung der Philosophie durch die Griechen die Begriffe schöpferische Antriebe, grundlegende Gedanken, Anregungen des Wollens, Gesinnungsphilosophie, Universalismus, Übergang zum Verfall, gänzliches Verkommen der Philosophie neben Themen wie den Zustand der Philosophie unter dem Einfluss der neuern Belebung des wissenschaftlichen Geistes und den neuen Geist unter der Nachwirkung mittelalterlicher Beschränkungen und Formen. Dühring untersucht auch als Themen Spinozas Systembildung, Lockes kritische Methode und die eklektischen Reflexe bei Leibnitz zu Methoden der Wissenschaft. Weitere Themen zu ihren Methoden sind unter den Überschriften Hume und die gleichzeitige Situation der Philosophie, die Philosophie seit der Wiederaufnahme durch die Deutschen, Kant und die Professorenphilosophie und Vergleich von Feuerbach, Schopenhauer, Comte und gegenwärtiger Philosophie dargestellt worden. (641) Im Vorwort zur vierten Auflage dieses Werkes erwähnt Dühring die "verwandt entgegenkommende und kritisch sichtende Art und Weise des Berichterstatters." (642) Dührings Werk Kritische Geschichte der allgemeinen Principien der Mechanik wird im September des Jahres 1872 erstmals nach der Auszeichnung von der Beneke-Stiftung mit dem ersten Preis gedruckt, deren Wettbewerb im April des Jahres 1869 in Göttingen ausgelobt wurde. Ernst Mach schreibt im Vorwort seines Werkes Die Mechanik in ihrer Entwicklung. Historisch-kritisch dargestellt in Prag im Mai 1883 zu Dührings Arbeit zur Mechanik: "Das schätzbare Buch von Dühring ("Kritische Geschichte der Prinzipien der Mechanik", Berlin 1873) hat auf meine Gedanken, welche bei dessen Erscheinen schon im wesentlichen abgeschlossen waren, keinen bemerkenswerten Einfluß mehr geübt. Gleichwohl wird man, wenigstens in bezug auf die negative Seite der Kritik, manche Berührungspunkte finden." (643) Dührings Werk Die Grössen der modernen Literatur populär und kritisch nach neuen Gesichtspunkten dargestellt erscheint im Jahre 1904. Das erste Kapitel trägt den Titel Keime und Hemmungen aus dem Mittelalter. Das zweite Kapitel hat den Titel Hinwendung zum Alterthum. Das dritte Kapitel über die Renaissance hat den Titel Vorerscheinungen und Ankündigungen des neueren Völkercharakters. Cervantes und Shakespaere. Dühring behandelt hier auch die Literatur Frankreichs im vierten Kapitel mit dem Titel Rückgängigkeiten und französisch despotische Geschmacksmode und dem fünften Kapitel mit dem Titel Voltaires spottender Verstand als erste Regung des eigentlich Modernen. Das sechste Kapitel über die Literatur in Deutschland hat den Titel Goethe und seine Vertretung lyrischer Dichtungselemente. Das siebte Kapitel mit dem Titel Die unterschätzte Grösse und dessen Annäherung an eine Wirklichkeitsdichtung und das achte Kapitel mit dem Titel Die geistige Lage im achtzehnten Jahrhundert behandeln Literatur der Neuzeit in Europa. (644) Dühring schreibt im Dezember des Jahres 1903 im Vorwort des zweiten Bandes zur zweiten Auflage seines Werkes Die Größen der modernen Literatur über den Leser, daß er "den Weg von den Ausgangspunkten der Dichtung bis zur Kritik aller Poesie und bis zu den Aussichten auf eine vollkommenere ästhetische Aera zuverlässig durchmessen" wird. (645) Der Begriff historische Kritik wird in historische-kritischen Schriften für die Theorie einer Methode in der Moderne genutzt. Wilhelm Dilthey weist bereits für die historische Kritik des 16. Jahrhunderts die Einflüsse der Altertumswissenschaft neben dem Einfluß der protestantischen Kirche nach. (646) So spricht Dilthey vom Genie der Kritik und Polemik Lessings. (647) Auch erwähnt Dilthey in seiner Schrift Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften zu seinen Entwürfen Aufgaben einer Kritik der historischen Vernunft: "Der Zusammenhang der geistigen Welt geht im Subjekt auf, und es ist die Bewegung des Geistes bis zur Bestimmung des Bedeutungszusammenhanges dieser Welt, welche die einzelnen logischen Vorgänge miteinander verbindet.[...] So treten wir nun dem Problem gegenüber, wie der Aufbau der geistigen Welt im Subjekt ein Wissen der geistigen Wirklichkeit möglich mache." (648) An anderer Stelle äußert sich Dilthey über die Aufgaben der Kritik der historischen Vernunft: "Die zentrale Aufgabe der "Kritik der historischen Vernunft ", d.h. "des Vermögens des Menschen, sich selbst und die von ihm geschaffene Gesellschaft und Geschichte zu erkennen", liegt in der erkenntnistheoretischen Begründung der Geisteswissenschaften." (649)
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