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Prof. Dr. Fee-Alexandra Haase: Kritik In der Schrift Asträa von Adolf Jellkampf, die unter dem Pseudonym F. E. Bernhardi als eine Sammlung von Briefen über Astronomie an eine Dame konzipiert ist, wird zu Holzschnitten und einer Sternkarte aus dem Jahre 1853 bemerkt, daß der Wunsch einer jungen Dame, "welcher von den Ärzten zur Erstellung ihrer geschwächten Gesundheit ein längerer Aufenthalt unter südlichem Himmel verordnet war", die Veranlassung zu den nachfolgenden Briefen gab. Unter den einundvierzig Briefen über die Astronomie lautet der erste Brief mit der Anrufung an die Freundin: "Sie mahnen mich, meine theure Freundin, an die Erfüllung eines Versprechens, dessen ich mich längst entledigt zu haben glaubte, seit ich Ihnen einige ältere und neuere Werke über den gestirnten Himmel zugesandt." (596) Der Begriff wissenschaftliche Kritik wird zur Beschreibung von Forschungsbeiträgen im 19. Jahrhundert genutzt. Einen Ansatz zur Untersuchung der Wissenschaft durch die Kritik repräsentiert Ludwig Börnes Werk. Börne schreibt im Mai des Jahres 1835 eine Rezension von Heines Werk mit dem Titel De l´Allemagne, par H. Heine: "La critique la plus agile, la plus chatte ne réussira pourtant jamais à attraper M. Heine qui est encore plus souris que la critique n´est chatte. Il s´est ménagé des trous dans tous les coins du monde morale, intellectuel, religieux et social et tous ces trous ont des communications souterraines entre eux." (597) Börnes Schrift Einige Worte über die angekündigten Jahrbücher der wissenschaftlichen Kritik wird von der Societät für wissenschaftliche Kritik zu Berlin im Jahre 1827 herausgegeben. Diese Vorankündigung der Jahrbücher der wissenschaftlichen Kritik enthält Börnes Rede über den zeitgenössischen Zustand der Kritik. Börne bemerkt über die Funktion von Kritik in der Gesellschaft: "In Deutschland nehmen die bessern und besten Köpfe keinen Theil an Zeitschriften. Warum thun sie es nicht? Ich frage die bekanntesten Mitglieder der so geheimnisvollen Berliner Societät für Kritik, warum sie nicht schon früher kritisiert?" (598) Kritik auch an der Universität zu einer Institution zu machen, ist Börnes Ziel in Berlin. Börne verweist mit der Metapher Frucht der Wissenschaft auf ihre Bedeutung als Quelle für diese Disziplin: "Aber die Kritik ist eine Frucht der Wissenschaft, und jede Veredlung, die man beabsichtige, müsse mit letzterer anfangen. Was fehlt dieser nur? Nichts als frische Luft. Ihr fehlt der Sinn für die Oeffentlichkeit, der ihr aus Mangel an Uebung abgestorben." (599) In der Sammlung von Börnes Korrespondenz unter dem Titel Briefe aus Paris an seine Freundin Jeanette Strauß-Wohl zitierte Börne im 79. Brief vom 7. März des Jahres 1832 einen ihm zugesandten anonymen Brief aus Hamburg mit einer Anklage, die in Form eines Sonetts verfaßt wurde:
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