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Prof. Dr. Fee-Alexandra Haase: Kritik Die Begriffe der zeitgenössischen Kritiker bleiben neben den allgemeinen Urteilen von Lesern für die Bewertung von Werke im 19. Jahrhundert verbindlich. Die Epistel findet sich als Form des Briefes für alle Disziplinen unter den poetischen Gattungen. In der Übersetzung und dem Kommentar zu den Briefen des Horaz an die Pisonen von Martin Wieland wird dieser Brief als eine Epistel bezeichnet. Zwei Episteln von einem Professor für Ästhetik und Geschichte der schönen Wissenschaften und freien Künste, Ignaz Leibel in Wien, werden neben Oden im Jahre 1817 in einem Band seiner Schriften gedruckt. So heißt es in der Epistel über Dichter und Dichtkunst unserer Zeit mit dem Titel An den Herrn Feldmarschall-Lieutenant Cornelis von Arrenhoff über den weisen Kritiker: Leopold Friedrich Günther Goeckingh, der Herausgeber des Journals von und für Deutschland, leitet die Epistel an Herrn **, einen jungen Dichter im Jahres 1776 mit rhetorischen Fragen ein.
Goekingh verspottet in seinem Gedicht An einen jungen Kritikus die Arroganz des Kritikers. Göckinghs Kritik über ein Drama ist ein dreizeiliges Gedicht, das die eigene Beurteilung des Dichters und eine Beschreibung der Wirkung von Langeweile auf das Publikum gegenüberstellt:
Johann Arnold Eberts Episteln und vermischte Gedichte werden in Bern im Jahre 1771 nach dem Tode des Verfassers mit einem Grundriß seines Lebens und Charakters von Johann Joachim Eschenburg herausgegeben. In der zweiten Epistel beschreibt Leibl den Gegensatz von Göttinn Kritik und Muse: Zu diesem Urtheil und den Klagen
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